"Haben nichts zu verlieren": Angeschlagenes Alba Berlin nimmt Pokalerfolg ins Visier

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Ihre gute Hinrunde will das wiedererstarkte Alba Berlin in München mit einer guten Platzierung beim Pokal-Final-Four abschließen. Im Vergleich zum großen Favoriten FC Bayern sehen die Hauptstädter einen entscheidenden Vorteil.

Alba Berlin gewann den BBL-Pokal zuletzt im Jahr 2022.

IMAGO/camera4+

„Die Vorfreude ist riesengroß“, machte Alba-Guard Jonas Mattisseck vorab klar. „Dass es mitten in der Saison um Titel geht, ist immer etwas Besonderes. Es ist mega nice, da dabei zu sein.“ Die Euphorie über die Teilnahme ist wohl auch deshalb so hoch, weil man im durchwachsenen Vorjahr den Sprung unter die besten Vier knapp verpasst hatte.

Gegen den späteren Finalteilnehmer Bamberg waren die Albatrosse bereits im Viertelfinale rausgeflogen. Insgesamt war die vergangene Spielzeit für die Mannschaft aus der Hauptstadt eine schwere. Für den sportlichen Turnaround in dieser Saison sieht Mattisseck zwei Gründe: einerseits der überarbeitete Kader, andererseits Trainer Pedro Calles. Dieser lasse „mit sehr viel Energie und Einsatz“ spielen, „und ich glaube, darin gehen wir auch sehr auf“.

Calles vor Wiedersehen mit Oldenburg: „Immer etwas Besonderes“

Auf die Energie, so ist sich der 26-Jährige sicher, werde es auch im bevorstehenden Pokal-Halbfinale gegen Oldenburg ankommen. „Wir müssen ihre Energie matchen. Sie sind sehr guardlastig, darauf müssen wir vorbereitet sein.“ Lobende Worte für den Gegner hatte auch Trainer Calles übrig, der die Norddeutschen eines der „besten offensiven Teams der Liga“ nannte.

Top Four: Das Halbfinale im Überblick

Für den Basketballlehrer selbst kommt es damit auch zu einem besonderen Wiedersehen. Noch bis in die Vorsaison stand Calles selbst bei Oldenburg an der Seitenlinie, ehe er nach der Trennung in den Trainerstab von Berlin wechselte. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen das Team zu spielen, für das man gearbeitet hat“, so Calles. Trotz seiner damaligen Entlassung habe er „sehr positive und gute Erinnerungen“ an die zweieinhalb Jahre.

Beim Top Four dürften die Sympathien aber wenigstens für 40 Minuten in den Hintergrund rücken. Nach einer guten Hinrunde wollen die Berliner nun auch im Finalturnier des BBL-Pokals für Wirbel sorgen. Allem Respekt gegenüber den Oldenburgern zum Trotz, habe der Klub natürlich auch die Ambitionen um den Pokal mitzuspielen.

Jonas Mattisseck sieht in der Underdog-Rolle Albas einen Vorteil.
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Mattisseck: „Haben mehr Gelassenheit als die Bayern“

„Bayern München ist der Topfavorit“, gesteht Calles zwar ein, will seine Albatrosse aber zugleich nicht unter Wert verkaufen. „Angesichts der jungen Mannschaft und der schwierigen Umstände der vergangenen Wochen haben wir nichts zu verlieren.“ Welche schwierigen Umstände Calles meint? In Martin Hermannsson, Jack Kayil und Bennet Hundt fehlten zuletzt gleich drei Guards verletzungsbedingt. Zumindest die Letzteren dürften in München wieder dabei sein.

Jonas Mattisseck sieht im Vergleich zu den Münchnern aber noch einen weiteren entscheidenden Vorteil. „Wir können hier mit mehr Gelassenheit auftreten als die Bayern. Die wissen, dass sie der Favorit sind und Druck haben. Wir gehen hier ohne Druck rein und versuchen alles reinzuhauen.“ Seinen Bayern-Kollegen aus der Nationalmannschaft wolle er das auch nochmal verdeutlichen, witzelt Mattisseck: „Wir hatten jetzt vorher gar nicht so viel Kontakt. Aber sollten wir auf sie treffen, dann werde ich ihnen das auf jeden Fall nochmal klarmachen.“

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